Wenn mich heute wer fragt — egal wes’ Standes oder Bildung — was ich früher gemacht habe:
„Kritische Zeitschriften.“
„...?“
„Viel Text für wenige Leser.“
„Aha.“
Von außerhalb des postkakanischen Inlandes Kommende haben da eher noch eine Vorstellung als dessen ab Wiege inländisch sozialisierte und wenig darüber hinausgekommene Insassen. Das erkennt man am Tonfall des „Aha“. Wer hier zu Lande auch nur eine Vorstellung davon hat, was Kritik möglicherweise sein könnte, ist schon Dissident kraft Übermacht der Ignoranz.
Den Adelstitel kann man sich freilich an den Hut stecken. Wäre man anderswo zur See aufgewachsen, hätte man darauf leichten Herzens verzichtet, ha!
Seisdrum: Hier sei Ihnen der Weg gewiesen zu den kritischen Vehikeln, die es da und dort zu Lande oder zu Wasser noch gibt. Die Auswahlkriterien:
Aus dem Grund redaktioneller Verantwortlichkeit beschränke ich mich auf Sprachen, die ich verstehe (das sind wenige, ich weiß).
Im übrigen stelle ich aus dem Grund gewohnheitsmäßiger Sturheit gewisse Ansprüche an die Radikalität der Kritik und noch einige andere, die sicher irgendwann mit irgendwem diskutabel gewesen wären.
Wertkritisch & antideutsch.
DetailsDas Café Critique ist eine Abspaltung des Kritischen Kreises (Streifzüge) oder umgekehrt. Über die Gründe und Hintergründe kann ich kaum noch und mag ich hier vor allem nicht Auskunft geben. Wie’s scheint, hat’s beiden organisatorisch nicht nachhaltig geschadet und Café Critique ist jedenfalls eine Bereicherung der kritischen Szenerie.
DetailsVon Karl Kraus von 1899 bis 1936 vorangetragen. Vergleichbare Luzidität trat in Kakanien wie auch in Postkakanien eher hin als wieder auf. Die Akademie der Wissenschaften hat die Fackel verdienstvoller Weise online verfügbar gemacht — und zwar nicht irgendwie, sondern sehr brauchbar.
Details„Der Kapitalismus hat nicht gesiegt, er ist bloß übrig geblieben.“ Es wäre schön, wenn dem nichts hinzuzufügen wäre.
DetailsDass wir keine Wahrheiten zu verbreiten haben, ist klar; unser Anliegen ist vielmehr, den Prozeß qualifizierter gegenseitiger Befragungen in den Reihen der radikalen Linken zu fördern. Dementsprechend gibt es auch keine „Redaktionsmeinung“ -– außer jener über die Ablehnung von Artikeln.
DetailsDie ISF ist ein Arbeits- und Aktionskreis unabhängiger Linkskommunisten, der sich an der kritischen Theorie orientiert und ein kategorisches Programm revolutionärer Abschaffungen vertritt.
DetailsGrößte — unter anderem weil einzige — linke „Publikumszeitschrift“ Deutschlands, Felsin in der Brandung linker Strömungen, steht immer auf ihrer kritischen Seite, nicht notwendigerweise auf der ihres „Publikums“ — und was das bedeutet steht auf ihren Seiten. Um da draus schlau zu werden muß man die halt lesen, wie sich das bei einer anständigen Zeitschrift gehört.
DetailsKrisis existiert seit dem Jahr 1986 und versteht sich als theoretisches Forum zur Reformulierung radikaler Gesellschaftskritik. Das Scheitern des traditionellen Marxismus ist für uns absolut kein Grund, marktwirtschaftlich „realistisch“ zu werden, sondern verweist nur auf die Notwendigkeit, dessen theoretische und praktische Grenzen und Begrenztheiten zu überwinden.
DetailsDer Kurswechsel ist die Zeitschrift des Beirats für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM). Sie erscheint seit 1986 und versammelt vierteljährlich wissenschaftliche Beiträge zu jeweils einem Schwerpunktthema. Ziel ist das Einbringen von Ergebnissen kritischer sozialwissenschaftlicher Forschung in die politische Debatte.
DetailsAn sich eine gute Sache. Die deutschsprachige Ausgabe enthält nur eine Auswahl der Artikel, die Website leider auch keinen RSS-Feed — daher gibt’s hier die Aktualitäten-Links nur en français.
DetailsUm diese Zeitschrift zu verstehen, muß man gewisse republikan- und demokratische Traditionen bedenken sowie und insbesondere, daß mit denen nicht überall ein Staat zu machen war. Jahrelang war es der Traum mehr/weniger alternativer Medienfuzzis, Le Monde Diplomatique in den deutschsprachigen Raum zu transponieren. Wer sich da aller womit auf LMD bezog — das hat das wack’re Blatt nicht verdient.
DetailsOrnament & Verbrechen versteht sich als links ohne bewegungsspezifische Präferenzen, interdisziplinär ohne Liebe zu den sogenannten harten Wissenschaften, unabhängig und klandestin ohne im Untergrund zu existieren, usw. usf.
Detailserschien zum ersten Mal im Juli 2001. Sie ist der Versuch, eine Zeitung aus der und für die antifaschistische bzw. linksradikale Bewegung zu machen, die die Theorie und Praxis der radikalen Linken weiterentwickelt, begleitet und analysiert.
DetailsAuch der Kritiker steht unter dem Sachzwang, sich zur Vermeidung eines solchen Realitätsverlustes, der als wünschenswerte Realitäts-Überwindung beim besten Willen nicht mehr durchginge, auf dem Laufenden der gesellschaftlichen Faktizität zu halten. Aber wo, zum Teufel? Hier z.B. geht’s.
Detailszmag.de ist ein Projekt von Menschen, die die Texte des amerikanischen ZNet / Z Magazine in deutscher Sprache verfügbar machen möchten. Wir halten die im ZNet verbreiteten Informationen für einen dringend notwendigen Kontrast zur Berichterstattung der Mainstreammedien und das ZNet für eine wichtige Informationsquelle.
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