Juridikum

Gegründet 1989 im Zuge der damaligen, studentischen Proteste gegen die ersten Regierungsanläufe zu jenen Uni-Reformen, gegen die zu protestieren sich heute erledigt hat. Die Zeitschrift hätte sich damals auch rasch erledigt, wenn sie sich nicht von Anfang an über ihren universitären Ursprung hinaus bewegt hätte. So kam es, daß das relativ kleine Blatt einige Jahre in gewissen Kreisen noch eine erstaunliche Wirkung erzielen konnte — eine letzte bürgerliche Öffentlichkeits-Party mit fast allen Schikanen, möchte man zurückblickend sagen.

Mitgründung, Chefredaktion und Geschäftsführung von 1988 bis 1991, Geschäftsführung von 1991 bis 1996. Die Zeitschrift wurde später vom Verlag Österreich übernommen und erscheint dort unter der herausgeberischen Leitung von Maria Windhager weiterhin.

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Artikel

  • Alles was Recht ist
    von Maria Windhager

    1989 erschien die Juridikum-Nullnummer. Im Thema unter dem Titel: „Freunde und Helfer — Wehe, wenn sie logelassen!“ schrieb Matthäus Zinner unter dem Titel „Wer kontrolliert die Kontrollore?“ über den staatspolizeilichen Dienst, Katharina Echsel und Robert Zöchling fragten „Der Polizeistaat kommt - wer kann ihn noch stoppen?“, Thomas Sperlich warnte vor der grenzenlosen Polizei „Wovon Eurocops träumen: Polizei ohne Grenzen“ und Michaela Kovacic kritisierte die deutsche „Terrorfahndung als Vorwand für (...)

  • Always on my mind!
    von Valentin Wedl

    Wenngleich ich nicht zu den PionierInnen der Zeitschrift zähle, was an meiner mangelnden Affinität zur Lederjacke auch für Außenstehende nachweislich in Erscheinung getreten sein mag, das Juridikum, ich habe und durfte das JURIDIKUM, unser JURIDIKUM, bald auch in mein Herz schließen. Eine Beziehungskiste zu einem Medienprojekt.
    Es trug sich genau gesprochen irgendwann in den frühen Neunzigern zu, als auch mir der rein verwertungsorientiert vorgekaute Stoffsalat der juristischen Fakultät nur mehr (...)

  • Das Juridikum ist ... Es lebe das Juridikum
    von Wolfgang Beran

    Ohne Zweifel hat das Juridikum im Laufe der Jahre eine große Wandlung durchgemacht. Dies sowohl, was das Selbstbild der Redaktionsmitglieder betrifft, als auch die Reaktionen von außen.
    Von der ursprünglichen reinen StudentInnenzeitschrift, entstanden aus den großen Protestbewegungen an den Universitäten gegen Ende der 80er Jahre zu einer — wenn auch kleinen — so aber doch ambitionierten und seriösen alternativen Zeitschrift für JuristInnen und Angehörige anderer „Wissenschaftsdisziplinen“.
    The (...)

  • Das letzte Wort
    von Katharina Echsel

    Vor 10 Jahren begannen wir auf 16 Seiten grauem Umweltschutzpapier, mit noch händischgeschnittenen und selbstaufgeklebten Bildern. Inzwischen haben wir die 52 Seiten-Marke überschritten und leisten uns zum Jubiläum einen Vierfärber am Cover. Sowas gehört sich einfach.
    Aber so sehr sich auch unser äußeres Erscheinungsbild geändert hat, die Themenbereiche, auf die wir immer besonderen Wert gelegt haben, ziehen sich quer durch alle Hefte — einfach deshalb, weil sie damals wie heute gleich bedeutend (...)

  • Ein schwieriges Vergnügen
    von Robert Zöchling

    Als diese Zeitschrift 1989 erstmals erschien, war gewiß so manches anders als heute. Vor allem war noch manches, dessen beginnenden Verlust zu kritisieren und dessen Wiederherstellung zu verlangen im Laufe dieser zehn Jahre wesentlich zum Geschäft des Juridikum gehörte: In der Chronologie des Projekts allem voran eine politische Bewegung an den Universitäten, bei der es nicht bloß um „Kohle vom Staat“ ging, sondern auch um die Universitäten selbst, um ein inhaltliches Wollen der Studierenden, so (...)

  • Too old to rock ’n’ roll, too young to die
    von Iris Kugler

    Es ist soweit, wir stehen alle am Bahnsteig unseres Lebens und für die meisten von uns sind jene verschiedenen Züge eingefahren, die später nach verschiedenen Weichenstellungen davonbrausen werden. Was naürlich auch bedeutet, in verschiedene Richtungen.
    Die Atmosphäre in der Redaktion ist derzeit ähnlich jener, wenn Keith Richards erklärt, er schafft den Streß nicht mehr und Mick daraufhin überlegt, die Band aufzulösen. Auch wir waren PionierInnen, und was die Steine in die Musik gebracht haben, (...)

  • „Abschwellender Bocksgesang“
    von Michael Wimmer

    Vor mehr als zehn Jahren, als Worte wie Aktions- und Streikkomitee, Kampf für demokratische Hochschulen noch den jugendlichen Schmiß des Schlagwortes hatten, als anläßlich der Vorbeben der ersten Sparpakete Studierende auf die Straße gingen, da waren auch Studierende der Rechtswissenschaften mit von der Partie: Unter die Lodenmantel- und Burberryträger (was trug man damals im 18. Bezirk noch schnell?) mischten sich ein paar Lederjacken, nach oben hin malerisch von Palästinensertüchern und/oder (...)

Bilder

Im World Wide Web

  • Juridikum

    Die aktuelle Webpräsenz beim Verlag Österreich — hauptsächlich Bestellfazilität nebst Inhaltsverzeichnissen der dort erschienenen Hefte.

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Juridikum bei Wikipedia

juridikum - zeitschrift für kritik | recht | gesellschaft ist eine 1989 als Studierendenprojekt gegründete und seit 2000 im Verlag Österreich erscheinende juristische Fachzeitschrift.

Die derzeit von Philipp Hense, Maria Sagmeister, Caroline Voithofer und Andreas Wöckinger herausgegebene Zeitschrift versteht sich als „unkonventionelle Zeitschrift mit interdisziplinärem Anspruch“ und nimmt nach eigenen Angaben „eine kritisch-hinterfragende Haltung“ gegenüber dem „juristischen Mainstream“ ein. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich in Einzelheften, die jeweils in drei Teile gegliedert sind. Jedes Heft erscheint mit einem Thema, dem als inhaltlicher Schwerpunkt ein Teil gewidmet ist. Die Rubrik „recht&gesellschaft“ thematisiert aktuelle Fragen zum Verhältnis von Rechtspolitik, Rechtspraxis, Rechtstheorie und Gesellschaft; ein dritter Teil beinhaltet Glossen und Rezensionen.

Alle Ausgaben der Zeitschrift seit 1989 sind digitalisiert und online zugänglich. Die beiden aktuellen Jahrgänge sind dabei über die Rechtsdatenbank RDB einzusehen (Archiv bis 2002) oder über den Verlag bestellbar. Ältere Ausgaben stehen als kostenfreie Downloads zur Verfügung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Warenwelt

Juridikum [Jahresabo]

Verlag Österreich GmbH, Zeitschrift, Deutsch,
Preis: EUR 45,00

Juridikum nr. 3/2014 Zeitschrift für Kritik, Recht und Gesellschaft: Thema HÄUSLICHE (...)

Juridikum
verlag österreich, Broschiert,

juridikum Zeitschrift für Kritik - Recht - Gesellschaft Nr. 4/2010

Ronald Frühwirth (Hrsg.)
Verlag Österreich GmbH, Broschiert, Deutsch,
Thema: Postneoliberale Rechtsordnung? Suchprozesse in der Krise.

Juridikum. Zeitschrift für Kritik, Recht, Gesellschaft. Thema: Postneoliberale R

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